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Der berühmte Unvollendete Obelisk

Der Unvollendeter Obelisk bildet eines der Fragezeichen in der Archäologie. Er wurde in einer Grube in der Nähe der oberägyptischen Stadt Assuan, wo man den Rosengranit abgebaut hatte, gefunden. Wie der Name schon sagt ist der Obelisk unvollendet geblieben, er ist nämlich nicht vollständig vom Felsen, aus dem er geschlagen wurde, gelöst worden. Man vermutet das die Einstellung dessen Berarbeitung wegen den sichtbaren Rissen im Granitblock zu Stande gekommen ist, denn Obelisken sollten nur aus einem Stück gefertigt werden. Es wurden auch Spuren von späteren Versuche der Spaltung gefunden. Wäre er vervollständigt, wäre er mit einem Gewicht von mehr als 1000 Tonnen und eine Länge von 42m, der mit Abstand größte Obelisk der Antike.


Über die Zeit der Entstehung des Obelisken konnte man auch keinen betimmten Daten feststellen, man vermutet nur dass dessen Bearbeitung unter Herrschaft der Königin Hatschepsut in der 18.Dynastie begonnen hat, und für die größte Tempelanlage Ägyptens, den Karnak-Tempel bestimmt war.
Die Anlage wo sich der Unvollendete Oblelisk mit anderen Granitsteinbrüchen befindet, ist nicht ohne Grund einen wichtigen Bestandteil der Besichtigungsprogramme in Oberägypten. Sie ist ein Freilichtmuseum, wo die Besucher die Technik der Steinmetzkunst der Pharaonen erkunden können.

Richtungen:

7 Minuten Fahrt vom Stadtzentrum von Assuan und 3 Stunden Fahrt von Luxor City mit der Option, in etwa 1 Stunde von Kairo nach Assuan zu fliegen.

Geschichte:

Der unvollendete Obelisk wurde aus dem Grundgestein herausgeschnitten, aber aufgegeben, nachdem ein Fehler im Stein entdeckt wurde. Wäre er fertiggestellt, hätte der Obelisk 1168 Tonnen gewogen und eine Höhe von fast 42 m erreicht. Es wird vermutet, dass dies der beabsichtigte Gehilfe für den sogenannten Lateran-Obelisken in Rom war, der ursprünglich vor dem Tempel von Thutmosis III gilt als der größte Obelisk der Welt. Aus Meißelspuren und weggeworfenen Werkzeugen konnten Archäologen pharaonische Abbautechniken ableiten, wie das Einweichen von Holzkeilen, um Risse zu spalten, und die Verwendung von Quarzsandschlamm als Schleifmittel. Ein Besucherpfad führt durch die Steinbrüche vorbei an einigen Piktogrammen von Delfinen und Straußen, die von alten Steinbrucharbeitern gemalt wurden.
Interessante Fakten: Es gibt jetzt weltweit mehr Obelisken, die Ägypten verlassen haben, nachdem sie von verschiedenen Regierungen gekauft und nach Übersee verschifft wurden und an prominenten Positionen in großen Städten wie Rom (insgesamt 11 in Italien), Paris, London (4 in Großbritannien), Istanbul, Israel, Polen und New York City, zusammen mit vielen noch vorhandenen Tempeln und Orten in Ägypten (insgesamt 8 in Ägypten).